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Werter Januar 2012,

1. Februar 2012

kaum haben die Silvesterraketen geknallt, bist du auch schon wieder Geschichte. Der erste Monat des Jahres. Traditionell der Monat in dem die meisten guten Vorsätze aus der Nacht des Jahreswechsels auch schon wieder gebrochen werden. Ich persönlich formuliere schon lange keine solchen Sätze mehr. Wozu auch? Da fühl ich mich hinterher ja nur schlecht wenn ich sie breche. Dein Name stammt ja bekanntlich vom Gott Janus, dem mit den zwei Gesichtern. Nun gut, das paßt auch irgendwie. Am Anfang mit dem tollen Ausblick auf Vorsätze, am Ende mit dem Rückblick auf deren „Brechen“. Im alten Germanien wurdest du teilweise auch Hartung genannt, warum allerdings, entzieht sich meines Wissens.

Eine Bauernregel besagt: „Wirft der Maulwurf im Januar, dauert der Winter bis Mai sogar.“ Dies aus aktuellem Anlaß, da in unserem Garten gerade ein Maulwurf aber sowas von wütet. Ich denke manchmal schon ich wohne auf dem Mond. Ja wegen der vielen Krater, nicht weil ich auf dem Dorf lebe. Für Hinweise wie man ein solches Tierchen wieder los wird bin ich sehr offen.

So aber jetzt. Was war los im Januar 2012. Nun gleich zu Anfang ereilte uns die Mitteilung, das Kapitän Iglu verstorben ist. Ich war schockiert und mußte lesen das er nach eigenen Angaben 120 Fischstäbchen am Tag gegessen haben soll. Böse Zungen mögen behaupten das steht im direkten Zusammenhang mit seinem Ableben.

Einen runden Geburtstag feierte von der Öffentlichkeit eher unbemerkt ein Zeitgenosse der im Jahr seiner Geburt weltweit für Aufruhr sorgte. Der C64 wurde dreißig Jahre alt. Gratuliere du Stück Kindheitsgeschichte! Ich behaupte ja du hattest großen Anteil daran das wir heute alle vor PC´s und/oder MAC´s sitzen und Disketten nicht für eine neue Form des Toastbrotes halten. Obwohl Menschen die die zwanzig Sommer noch nicht überschritten haben, dies vielleicht doch/wieder tun.

Unsere Freunde aus Amerika spielen gerade Vorwahlen. Ja die Republikaner proben die Obama Entmachtung, und nach gutem alten Brauch, treten mehrere Kandidaten gegeneinander an, um das Recht, den US Präsidenten herauszufordern. Diese Form der Kandidatenauswahl hat schon wirklich was von Schlammcatchen. Los ging der Spaß in Iowa, und tobte dann als Wanderzirkus mit immer weniger Mitgliedern bis runter nach Florida. Da freut sich der Ami. Interessant fand ich den Umstand das die Herren und die eine Dame (Die freundliche von der Teaparty) obwohl in einer Partei doch so unterschiedliche Ansichten haben. Und ganz und gar nicht damit hinter dem Berg halten wie schlimm die anderen wohl sind. Als Herr Obama würde ich da lächelnd daneben stehen und mich freuen. Kein Wunder das bei dem Modus der Vorwahl die meisten Präsidenten eine zweite Amtszeit absitzen dürfen. Sind doch ihre Konkurrenten schon vor Beginn des Wahlkampfs von der eigenen Partei diskreditiert bis zum Umfallen. Einen Vorschlag für das „Aussieben“ hätte ich auch noch. Liebe Amerikaner,macht es doch wie „Frankie goes to Hollywood“ in ihrem Song Two Tribes vorgeschlagen haben. Da ging es 1983 zwar noch um Ost-West, aber die Systematik ist die selbe. Aus diesem Anlaß ist das auch gleich mein Song des Monats: http://www.youtube.com/watch?v=RTOQUnvI3CA

Apropos Präsident, was die Damen und Herren Republikaner im 6er Pack an Chaos veranstalten, macht unser Herr Bundespräsident ganz allein. Ich muss ehrlich gestehen, ich komm bei der Flut von Fragen, Fernsehauftritten Enthüllungen und Telefonaten nicht mehr so ganz mit. Das einzige was ich sehe ist das da jemand am Amt klebt. Wie soll das denn die restliche Amtszeit werden? Und die nächste Frage die sich mir stellt, wo ist eigentlich der Herr Gauck?

Auch aus der Rubrik „der lustige Diktator“ von nebenan gabs wieder was zu lesen. Der Herr im Iran bastelt anscheinend weiter fröhlich an der Atombombe. Läßt amerikanische Spione verurteilen und droht damit die Straße von Hormus zu sperren. Also wenn der so weitermacht, kann er sicher bald an den US Vorwahlen teilnehmen.

Und nochmal Musik der 70er und 80er Jahre. David Bowie wird 65. Ziggy Stardust im Ruhestand, ich hoffe nicht!

Die lange Zeit der Winterpause ist vorbei, endlich wieder Bundesliga. Nun gut, dank eines kleinen Schwächeanfalls des FC Bayern, dürfen nun Schalke und Dortmund mit an der Tabellenspitze schnuppern. Es ist eigentlich mal richtig spannend. Schalke muss allerdings ohne den Herren Jones spielen. Der US Amerikaner aus Frankfurt ist für 6 Spiele wegen des Fußtritts gegen den Herrn Reuss gesperrt worden. Macht ja nix, mit der Tritttechnik kann er sicher auch noch an den Vorwahlen der Republikaner teilnehmen. Zeit genug hat er jetzt ja.

Mit Spannung erwartet wurde ja auch mal wieder die Wahl zum Weltfußballer des Jahres. Das wurde welch Überraschung zum dritten Mal in Folge der Herr Messi aus Barcelona. Das kommt mir irgendwie spanisch vor. Obwohl der gute Mann ja Argentinier ist.

Es ist zwar noch fast ein halbes Jahr bis zur EM, aber die Orakel kochen schon wieder hoch. Eine Wahrsagerin aus Österreich z.B. hat verkündet das Deutschland in der Vorrunde rausfliegt. Zusammen mit Holland. Okay das wäre dann geteiltes Leid, aber mal ehrlich, vielleicht hat die Gute die Abschlußtabelle der Vorrunde nur falsch herum „beschworen“ oder aber, es ist wie im Fußball so üblich die Antipathie der Össis auf uns Deutsche. Mag es sein wie es will, wir werden es im Sommer erfahren.

Womit ich bei den Wahrsagern, Hellsehern und Weltuntergangspropheten angekommen wäre. Denn nicht vergessen, am 21. Dezember ist Schluß mit lustig. Und aus diesem Grunde haben einschlägige Esoterikmagazine allen ernstes Ihre Jahresabo Gebühr gekürzt. Klar, ich meine wenn schon Konsequent, dann richtig. Aber liebe Magazine, mal unter uns, wenns wirklich knallt ist es total egal wer wieviel für euer Abo gezahlt hat. Und wenn nicht, trau ich mich wetten, das ihr nächstes Jahr weniger Abonnenten habt. Da hättet ihr die zusätzlichen Euro eigentlich gut brauchen können.

Und wenn ich gerade vom großen Knall rede. Ich habe mich herrlich amüsiert als ich lesen durfte das an einer Waldorfschule ein Lehrer mit seinen Schülern Bomben (aus Schwarzpulver) gebaut hat. Wo sind die Zeiten hin, als die im Unterricht ihren Namen getanzt haben?

Schlecker meldet Insolvenz an, als ich das gelesen hab, hab ich mich auch nicht sehr gewundert. Erst vor kurzem war ich in einer Filiale von besagten Unternehmen. Zum einen wollte ich einen einzigen Artikel, ein paar Batterien. Zum zweiten war der Laden nun mal nicht zum erbrechen voll. Ich war der einzige Kunde. Das hielt die Kassiererin aber nicht davon ab mich an der Kasse einige Minuten warten zu lassen während sie zwei Meter weiter in irgendwelchen wichtigen Ordnern etwas gesucht hat. Kundenservice geht anders. Meine Zahl des Monats ist übrigens 6.000.000. Soviele Kunden hat Schlecker die letzten Jahre verloren. Und wenn ich den Vorfall mit den Batterien heranziehe verstehe ich das auch. Die Insolvenz ist dann natürlich nur eine logische Konsequenz.

Hundetechnisch ist der Monatsrückblick diesmal von einem freundlichen Herren aus Duisburg geprägt. Dieser Herr betreibt laut eigenen Angaben das größte Zoofachgeschäft der Welt. Das laß ich mal dahingestellt, ist mir auch egal. Neben vielerlei Zubehör und Kleintieren verkauft der Mann seit neuestem auch Hundewelpen in seinem Laden. Wie darf ich mir das vorstellen? Was dem Zierfisch recht ist, ist dem Hundewelpen nur billig? Mal ganz ehrlich, ein unsozialisierter Zierfisch macht mir nicht meinen Alltag kaputt, ein Hundewelpe der einen Schlag hat weil er quasi aus der Auslage heraus verkauft wurde hat schon einen größeren Einfluß darauf. Das ist dem netten älteren Herren aus Duisburg aber egal. Ich bin der Meinung, jeder soll sich da seine eigenen Gedanken zu machen, ich persönlich finde das wie der Herr Beckham das Spiel bei der WM 2006 England vs. Ecuador.  Daraus ergibt sich für mich das Unwort des Monats „Welpe-to-go“

Das Unwort des Jahres 2011 wurde übrigens auch erkoren, es ist „Dönermorde“ Die Begründung liegt wohl in der Verbindung zwischen Menschen eines Volkes mit einem Imbiss, in Zusammenhang mit Mord, oder so ähnlich. Ich fand das auch immer einen recht unschicklichen Begriff für 9 getöteteMenschen. Von dem her ein gut gewähltes Unwort.

Unschicklich war übrigens auch das „Dschungelcamp“. Ich habe zwar keine Folge davon gesehen, aber in den Medien und im Netz kam man an der ganze Geschichte ja mal wieder nicht vorbei. Tief ins Gedächtnis gebrannt hat sich mir eine Schlagzeile des großen Volksblatts mit vier Buchstaben. Da stand geschrieben: „Micaela schluckt alles!“ Ja wie platt gehts denn noch? Da ist das Niveau an jedem Stammtisch höher. Gewonnen hat übrigens die Brigitte Nielsen. Ja jene Brigitte die mit Arnie in Filmen Schwerter, und mit Stallone was auch immer gekreuzt hat. Gratuliere Frau Nielsen. Als „Red Sonja“ haben sie mir besser gefallen.

Eine Schifffahrt die ist lustig, es sei denn man fährt auf der Costa Concordia. Auch daran kam der Informationsjunkie diesen Monat nicht vorbei. Tragischerweise gab es viele Todesopfer. Der von dem man erwartet hätte das er aus alter Tradition als letzter von Bord geht oder mit seinem Schiff in den Fluten versinkt, der war als einer der ersten an Land. Etwas was die Touristen die gestorben sind nicht geschafft haben. Nun gut, Mut und Verantwortungsgefühl werden eben nicht zwingend mit einem Kapitänspatent verteilt.

Eine interessante Statistik besagte diesen Monat das 21% der Unter-dreißig-Jährigen nicht mehr wissen was Auschwitz ist oder war. Wozu auch, es ist sicher viel interessanter zu wissen welcher Dschungelstar welche Unterwäsche trägt, oder wer bei DSDS in die nächste Runde kommt.

So zum Schluß, die wichtigsten Dinge des Monats in Kürze. Das Klümpchen hat sich von Seal getrennt, und der Kim Schmitz ist wegen einem Megaupload eingefahren. Gute Sitzung Herr Schmitz.

Auf uns wartet jetzt der Februar, die Zeit der Narren. Obwohl, wenn ich so recht überlege, die Narren toben ja gerade durch die US Vorwahlen, und durch das Bundespräsidialamt. Der Februar 2012 ist ein besonderer, es ist Schaltjahr! Er hat 29 Tage. Damit ist er trotzdem immer noch der kürzeste Monat.

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