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Werter Februar 2012,

da du der kürzeste Monat des Jahres bist, warst du auch schnell rum. Zu schnell mögen manche behaupten. Dabei warst du ganz speziell sozusagen das FEB Extra Menü, mit einer großen Portion Zusatztag. Genau, wir haben ein Schaltjahr, und so Happy Birthday erst mal an alle die am 29. Februar Geburtstag haben. Kommt ja eh selten genug vor.

Ein schreibfauler Monat wart du, zumindest für mich. Gelegentlich hilft so eine Auszeit auch mal die Dinge neu zu beleuchten, oder sich anderen Sachen zu widmen. Ja das ausgiebige Füttern des Hundes zählte natürlich auch dazu. Tut aber Monatsmässig eigentlich nix zur Sache.

Interessanterweise bist du ja nach einem römischen Reinigungsfest benannt. Daher kommt wahrscheinlich auch der Karnevalsausdruck „Kehraus“. Behandeln wir das Thema Fasching Karneval oder Fasenacht gleich zu Beginn. Es hat stattgefunden. PUNKT. Die Herrschaften Pappnasen haben teilweise die Republik regiert, ich frage mich manchmal ob sie das nicht eigentlich permanent tun.

Hornung ist ein alter deutscher Name für dich, weil der reife Rothirsch zu dieser Zeit sein Geweih abwirft und sich ein neues wachsen läßt. Ja Reinigung auch im Tierreich.

Was passierte sonst so im Februar des Jahres 2012? Einiges, natürlich. Wir alle hatten z.B. Besuch von Dieter, nicht dem Bohlen, sondern dem Kältehoch, bei bis zu Minus 32 Grad zitterten wir vor uns hin. Gut ein Besuch von Dieter Bohlen hätte sicher mehr Zittern hervorgerufen. Aus Angst vor Niveauverlust und ansteckender Volksverdummung. Seis drum, war schon streng, der Herr Dieter.

Das alles überragende Thema im Februar war ja der Rücktritt des stets reisefreudigen und kreditwürdigen Herrn Bundespräsidenten. Hat sich irgendwie angedeutet. Ich erdreiste mir gar nicht zu bewerten was an den Vorwürfen jetzt wohl richtig und was falsch war, eines muss ich aber dazu loswerden, wer sich mit den Massenmedien immer auf Du und Du befindet, und zeigt wie er mit seiner Frau Nudeln kocht, der muss sich nicht wundern wenn er in die Pfanne gehauen wird wie ein rohes Ei. Und davon mal abgesehen, meiner Meinung nach hatte der Herr Wulff auch nicht ansatzweise das Format eines Herrn Heuss, oder Heinemann. Nicht einmal einen Weizsäcker konnte er abgeben. Tja dann war er halt weg, der Herr Präsident, und ich hab mir schon überlegt was ich zur kommenden langwierigen Kandidatensuche schreiben würde… „Germanys next Top Präsident“, oder „unser Star für Bellevue“. Nix da, zum ersten mal machen mir die Herrschaften in Berlin einen Strich durch die Rechnung. Sie entscheiden sich für Herrn Gauck. Und das recht fix. Die eine oder andere Politikerin natürlich zähneknirschend und mit einem bösen Seitenblick auf den Koalitionspartner. Gute Wahl der Herr Gauck find ich. Ganz anders bewerte ich die Dame welche von der Linkspartei nominiert wurde. Bei ihrem Anblick gruselt es mich ein wenig. Und kaum steht der Herr Gauck als Kandidat fest, beginnen die Medien schon zu diskutieren ob er seine Lebensgefährtin nun ehelichen sollte oder nicht. Mal ehrlich, wenn interessiert das? Und im Grunde finde ich es ja recht aufschlussreich, wenns sonst nix negatives über den Herren Pastor zu berichten gibt. Eventuell mal einer mit relativ weißer Weste.

Präsidentenwahlen, ein gutes Stichwort. Im Land weit über den Atlantik wo Coca Cola an den Bäumen wächst, und texanische Cowboys Präsidenten werden können, liegt der Herr Romney in den Vorwahlen der Republikaner weit vorn. Es scheint als dürfe er im Herbst versuchen den Herrn Obama aus dem Elfenbeinturm.. Äh nein, dem weißen Haus zu jagen. Ich persönlich finde den Herrn Romney ja ungefähr so sympathisch wie tagelange Kopfschmerzen, aber ich darf bei den Amis ja auch nicht mitwählen.

Auch wurden in diesem Monat streng geheime Unterlagen des FBI´s enthüllt. Endlich erfahren wir Menschen die Wahrheit. Der ehemalige US Präsident Eisenhower traf sich sich insgeheim mit Aliens zum Gedankenaustausch. Ganz ehrlich, das die Aliens danach wahrscheinlich wieder abgedüst sind wundert mich eigentlich nicht.

Wenn wir gerade im Land der Tapferen und Freien sind, der Superbowl wurde ausgespielt. Die New England Patriots gegen die New York Giants. Wie es ausgegangen ist, ehrlich gesagt.. Keine Ahnung. Was die Amerikaner da „Football“ nennen erschließt sich mir nicht mal im Ansatz. Wichtig war das die Veranstaltung ein neues „Gate“ hatte. Zur Halbzeit sang Madonna,(Der VW Käfer der Pop Musik..sie läuft und läuft und läuft)  und eine ihrer Tänzerinnen hielt einen bösen Finger in die Kamera. Ein Skandal! Hatten sie doch schon Nippelgate. Dieses Jahr gabs halt Fingergate. Okay ich warte jetzt auf Pogate. Da würde es sich sicher empfehlen Jennifer Lopez zu engagieren. Aber bitte wartet damit nicht noch 20 Jahre, liebe Amerikaner.

Whitney Huston.. Ja sie ist gestorben, darüber macht man auch keine dumme Sprüche. Aber ehrlich gesagt groß gewundert hat es mich nicht. Ich persönlich mochte ihre Musik zwar nie, aber das sie eine außergewöhnliche Stimme hatte steht ausser Frage. Außergewöhnliche Gaben schützen aber meist nicht vor gewöhnlichen Problemen. Whitney Huston ist anscheinend an ihren zerbrochen.

Und nun, zu etwas völlig anderem. Der Iran, nein, sie haben noch keine funktionierende Atombombe, aber sie haben die Simpsons verboten. Ja genau, Homer und Bart und Marge usw… Die Begründung, sie seien zu westlich. Hallo lieber Iran, schon mal ne Folge Simpsons gesehen? Homer kann doch sicher als abschreckendes Beispiel dienen, so will doch kein Iraner sein, oder? Barbie wurde übrigens auch verboten. Nur Superman, der darf bleiben. Obwohl er Strumpfhosen trägt. Und aus meiner Sicht bei weitem amerikanischer ist als der dicke Homer. Aber was verstehe ich schon von Zensur und Politik?

Apropos Barbie, Im Internet ersteigerte einer das alte Auto von Frau Katzenberger. Er blätterte für die die Rostlaube glatte 30.000 Euro hin. Zumindest wird der Betrag gespendet. So hatte das wenigstens etwas gutes. 30.000 ist damit meine Zahl des Monats.

Und sensationeller Weise sind neue Fotos von Adolf Hitler aufgetaucht. Zum einen frag ich mich, wer braucht sowas, zum anderen waren es Fotos des Herrn H. In feschen Lederhosen und mit Kniestrümpfen. Was ist daran sensationell? Strapsgurt und Seidenstrümpfe wenn er getragen hätte, okay das wäre sensationell gewesen. Aber so…

Sigmund Jähn wurde diesen Monat 75 Jahre alt. Nun wer ist das wird sich so ziemlich jeder fragen der wie auch ich im Westen der Republik aufgewachsen ist. Der Herr Jähn ist nicht mehr oder weniger der erste Deutsche im All gewesen. Als Kosmonaut, hochgeschossen von den Russen. Ich finde es interessant das der Mann im Westen kaum bekannt ist, während der Herr Sparwasser z.B. relativ geläufig ist, und das nur weil er in einem bestimmten WM Spiel ein ganz spezielles Tor geschossen hat.

Womit wir beim Thema Fußball wären, tja der Februar lief anders als erwartet, der FC Bayern bekam vom FC Basel eins übergebraten, und in Leverkusen stritt sich der Lionel Messi Fan Club um dessen Trikot. Das nebenbei noch ein Champions League Achtelfinale lief, hatten die Spieler von Bayer 04 irgendwie nicht mitbekommen. In Berlin wurde der Herr Skibbe nach 41 Tagen und fünf Niederlagen als Trainer wieder entlassen. Und zu aller Überraschung kam Otto Rehhagel nach gefühlten 100 Jahren als Trainer in die Bundesliga zurück. Ich warte nur auf den Tag an dem einer Udo Lattek verpflichtet. Das Duell der beiden hatte ja in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts durchaus was legendäres.

Der Afrikacup wurde auch mal wieder ausgespielt, Sieger war Sambia. Und der Herr Blatter ist nach wie vor Fifa Chef.

Womit ich zum Thema Realitätsverlust komme, der Herr Sauerland seines Zeichens OB von Duisburg wurde per Volksentscheid abgewählt. Der Mann konnte das gar nicht glauben. Wie konnte man auch Ihn dafür verantwortlich machen was an der Loveparade damals passiert ist? Echt unmöglich vom Duisburger Volk. Tja Herr Sauerland, irgendwann holt die Realität sogar Politiker ein, fragen sie mal den Herrn Wulff wie das so ist.

Etwas lustiges am Rande, das einzige was ich an der BILD Zeitung mag ist die Rubrik „Post von Wagner“ , der Herr Wagner läßt sich in seiner Kolumne über aktuelle Themen aus, immer kurz und knapp und auf den Punkt. Manchmal teile ich seine Ansichten, manchmal auch nicht. Letzthin schoß Herr Wagner heftig gegen Facebook und Herrn Zuckerberg. Daran ist grundsätzlich nix verkehrt. Kann er ja machen. Nur unter dem Artikel auf Bild online war die „Like Box“ von „Post von Wagner“ auf Facebook zu erkennen. Yeah.. I like!

So wie ich abschließend „I Like“ zum Februar 2012 sagen will, und freu mich schon auf den März.

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Werter Januar 2012,

kaum haben die Silvesterraketen geknallt, bist du auch schon wieder Geschichte. Der erste Monat des Jahres. Traditionell der Monat in dem die meisten guten Vorsätze aus der Nacht des Jahreswechsels auch schon wieder gebrochen werden. Ich persönlich formuliere schon lange keine solchen Sätze mehr. Wozu auch? Da fühl ich mich hinterher ja nur schlecht wenn ich sie breche. Dein Name stammt ja bekanntlich vom Gott Janus, dem mit den zwei Gesichtern. Nun gut, das paßt auch irgendwie. Am Anfang mit dem tollen Ausblick auf Vorsätze, am Ende mit dem Rückblick auf deren „Brechen“. Im alten Germanien wurdest du teilweise auch Hartung genannt, warum allerdings, entzieht sich meines Wissens.

Eine Bauernregel besagt: „Wirft der Maulwurf im Januar, dauert der Winter bis Mai sogar.“ Dies aus aktuellem Anlaß, da in unserem Garten gerade ein Maulwurf aber sowas von wütet. Ich denke manchmal schon ich wohne auf dem Mond. Ja wegen der vielen Krater, nicht weil ich auf dem Dorf lebe. Für Hinweise wie man ein solches Tierchen wieder los wird bin ich sehr offen.

So aber jetzt. Was war los im Januar 2012. Nun gleich zu Anfang ereilte uns die Mitteilung, das Kapitän Iglu verstorben ist. Ich war schockiert und mußte lesen das er nach eigenen Angaben 120 Fischstäbchen am Tag gegessen haben soll. Böse Zungen mögen behaupten das steht im direkten Zusammenhang mit seinem Ableben.

Einen runden Geburtstag feierte von der Öffentlichkeit eher unbemerkt ein Zeitgenosse der im Jahr seiner Geburt weltweit für Aufruhr sorgte. Der C64 wurde dreißig Jahre alt. Gratuliere du Stück Kindheitsgeschichte! Ich behaupte ja du hattest großen Anteil daran das wir heute alle vor PC´s und/oder MAC´s sitzen und Disketten nicht für eine neue Form des Toastbrotes halten. Obwohl Menschen die die zwanzig Sommer noch nicht überschritten haben, dies vielleicht doch/wieder tun.

Unsere Freunde aus Amerika spielen gerade Vorwahlen. Ja die Republikaner proben die Obama Entmachtung, und nach gutem alten Brauch, treten mehrere Kandidaten gegeneinander an, um das Recht, den US Präsidenten herauszufordern. Diese Form der Kandidatenauswahl hat schon wirklich was von Schlammcatchen. Los ging der Spaß in Iowa, und tobte dann als Wanderzirkus mit immer weniger Mitgliedern bis runter nach Florida. Da freut sich der Ami. Interessant fand ich den Umstand das die Herren und die eine Dame (Die freundliche von der Teaparty) obwohl in einer Partei doch so unterschiedliche Ansichten haben. Und ganz und gar nicht damit hinter dem Berg halten wie schlimm die anderen wohl sind. Als Herr Obama würde ich da lächelnd daneben stehen und mich freuen. Kein Wunder das bei dem Modus der Vorwahl die meisten Präsidenten eine zweite Amtszeit absitzen dürfen. Sind doch ihre Konkurrenten schon vor Beginn des Wahlkampfs von der eigenen Partei diskreditiert bis zum Umfallen. Einen Vorschlag für das „Aussieben“ hätte ich auch noch. Liebe Amerikaner,macht es doch wie „Frankie goes to Hollywood“ in ihrem Song Two Tribes vorgeschlagen haben. Da ging es 1983 zwar noch um Ost-West, aber die Systematik ist die selbe. Aus diesem Anlaß ist das auch gleich mein Song des Monats: http://www.youtube.com/watch?v=RTOQUnvI3CA

Apropos Präsident, was die Damen und Herren Republikaner im 6er Pack an Chaos veranstalten, macht unser Herr Bundespräsident ganz allein. Ich muss ehrlich gestehen, ich komm bei der Flut von Fragen, Fernsehauftritten Enthüllungen und Telefonaten nicht mehr so ganz mit. Das einzige was ich sehe ist das da jemand am Amt klebt. Wie soll das denn die restliche Amtszeit werden? Und die nächste Frage die sich mir stellt, wo ist eigentlich der Herr Gauck?

Auch aus der Rubrik „der lustige Diktator“ von nebenan gabs wieder was zu lesen. Der Herr im Iran bastelt anscheinend weiter fröhlich an der Atombombe. Läßt amerikanische Spione verurteilen und droht damit die Straße von Hormus zu sperren. Also wenn der so weitermacht, kann er sicher bald an den US Vorwahlen teilnehmen.

Und nochmal Musik der 70er und 80er Jahre. David Bowie wird 65. Ziggy Stardust im Ruhestand, ich hoffe nicht!

Die lange Zeit der Winterpause ist vorbei, endlich wieder Bundesliga. Nun gut, dank eines kleinen Schwächeanfalls des FC Bayern, dürfen nun Schalke und Dortmund mit an der Tabellenspitze schnuppern. Es ist eigentlich mal richtig spannend. Schalke muss allerdings ohne den Herren Jones spielen. Der US Amerikaner aus Frankfurt ist für 6 Spiele wegen des Fußtritts gegen den Herrn Reuss gesperrt worden. Macht ja nix, mit der Tritttechnik kann er sicher auch noch an den Vorwahlen der Republikaner teilnehmen. Zeit genug hat er jetzt ja.

Mit Spannung erwartet wurde ja auch mal wieder die Wahl zum Weltfußballer des Jahres. Das wurde welch Überraschung zum dritten Mal in Folge der Herr Messi aus Barcelona. Das kommt mir irgendwie spanisch vor. Obwohl der gute Mann ja Argentinier ist.

Es ist zwar noch fast ein halbes Jahr bis zur EM, aber die Orakel kochen schon wieder hoch. Eine Wahrsagerin aus Österreich z.B. hat verkündet das Deutschland in der Vorrunde rausfliegt. Zusammen mit Holland. Okay das wäre dann geteiltes Leid, aber mal ehrlich, vielleicht hat die Gute die Abschlußtabelle der Vorrunde nur falsch herum „beschworen“ oder aber, es ist wie im Fußball so üblich die Antipathie der Össis auf uns Deutsche. Mag es sein wie es will, wir werden es im Sommer erfahren.

Womit ich bei den Wahrsagern, Hellsehern und Weltuntergangspropheten angekommen wäre. Denn nicht vergessen, am 21. Dezember ist Schluß mit lustig. Und aus diesem Grunde haben einschlägige Esoterikmagazine allen ernstes Ihre Jahresabo Gebühr gekürzt. Klar, ich meine wenn schon Konsequent, dann richtig. Aber liebe Magazine, mal unter uns, wenns wirklich knallt ist es total egal wer wieviel für euer Abo gezahlt hat. Und wenn nicht, trau ich mich wetten, das ihr nächstes Jahr weniger Abonnenten habt. Da hättet ihr die zusätzlichen Euro eigentlich gut brauchen können.

Und wenn ich gerade vom großen Knall rede. Ich habe mich herrlich amüsiert als ich lesen durfte das an einer Waldorfschule ein Lehrer mit seinen Schülern Bomben (aus Schwarzpulver) gebaut hat. Wo sind die Zeiten hin, als die im Unterricht ihren Namen getanzt haben?

Schlecker meldet Insolvenz an, als ich das gelesen hab, hab ich mich auch nicht sehr gewundert. Erst vor kurzem war ich in einer Filiale von besagten Unternehmen. Zum einen wollte ich einen einzigen Artikel, ein paar Batterien. Zum zweiten war der Laden nun mal nicht zum erbrechen voll. Ich war der einzige Kunde. Das hielt die Kassiererin aber nicht davon ab mich an der Kasse einige Minuten warten zu lassen während sie zwei Meter weiter in irgendwelchen wichtigen Ordnern etwas gesucht hat. Kundenservice geht anders. Meine Zahl des Monats ist übrigens 6.000.000. Soviele Kunden hat Schlecker die letzten Jahre verloren. Und wenn ich den Vorfall mit den Batterien heranziehe verstehe ich das auch. Die Insolvenz ist dann natürlich nur eine logische Konsequenz.

Hundetechnisch ist der Monatsrückblick diesmal von einem freundlichen Herren aus Duisburg geprägt. Dieser Herr betreibt laut eigenen Angaben das größte Zoofachgeschäft der Welt. Das laß ich mal dahingestellt, ist mir auch egal. Neben vielerlei Zubehör und Kleintieren verkauft der Mann seit neuestem auch Hundewelpen in seinem Laden. Wie darf ich mir das vorstellen? Was dem Zierfisch recht ist, ist dem Hundewelpen nur billig? Mal ganz ehrlich, ein unsozialisierter Zierfisch macht mir nicht meinen Alltag kaputt, ein Hundewelpe der einen Schlag hat weil er quasi aus der Auslage heraus verkauft wurde hat schon einen größeren Einfluß darauf. Das ist dem netten älteren Herren aus Duisburg aber egal. Ich bin der Meinung, jeder soll sich da seine eigenen Gedanken zu machen, ich persönlich finde das wie der Herr Beckham das Spiel bei der WM 2006 England vs. Ecuador.  Daraus ergibt sich für mich das Unwort des Monats „Welpe-to-go“

Das Unwort des Jahres 2011 wurde übrigens auch erkoren, es ist „Dönermorde“ Die Begründung liegt wohl in der Verbindung zwischen Menschen eines Volkes mit einem Imbiss, in Zusammenhang mit Mord, oder so ähnlich. Ich fand das auch immer einen recht unschicklichen Begriff für 9 getöteteMenschen. Von dem her ein gut gewähltes Unwort.

Unschicklich war übrigens auch das „Dschungelcamp“. Ich habe zwar keine Folge davon gesehen, aber in den Medien und im Netz kam man an der ganze Geschichte ja mal wieder nicht vorbei. Tief ins Gedächtnis gebrannt hat sich mir eine Schlagzeile des großen Volksblatts mit vier Buchstaben. Da stand geschrieben: „Micaela schluckt alles!“ Ja wie platt gehts denn noch? Da ist das Niveau an jedem Stammtisch höher. Gewonnen hat übrigens die Brigitte Nielsen. Ja jene Brigitte die mit Arnie in Filmen Schwerter, und mit Stallone was auch immer gekreuzt hat. Gratuliere Frau Nielsen. Als „Red Sonja“ haben sie mir besser gefallen.

Eine Schifffahrt die ist lustig, es sei denn man fährt auf der Costa Concordia. Auch daran kam der Informationsjunkie diesen Monat nicht vorbei. Tragischerweise gab es viele Todesopfer. Der von dem man erwartet hätte das er aus alter Tradition als letzter von Bord geht oder mit seinem Schiff in den Fluten versinkt, der war als einer der ersten an Land. Etwas was die Touristen die gestorben sind nicht geschafft haben. Nun gut, Mut und Verantwortungsgefühl werden eben nicht zwingend mit einem Kapitänspatent verteilt.

Eine interessante Statistik besagte diesen Monat das 21% der Unter-dreißig-Jährigen nicht mehr wissen was Auschwitz ist oder war. Wozu auch, es ist sicher viel interessanter zu wissen welcher Dschungelstar welche Unterwäsche trägt, oder wer bei DSDS in die nächste Runde kommt.

So zum Schluß, die wichtigsten Dinge des Monats in Kürze. Das Klümpchen hat sich von Seal getrennt, und der Kim Schmitz ist wegen einem Megaupload eingefahren. Gute Sitzung Herr Schmitz.

Auf uns wartet jetzt der Februar, die Zeit der Narren. Obwohl, wenn ich so recht überlege, die Narren toben ja gerade durch die US Vorwahlen, und durch das Bundespräsidialamt. Der Februar 2012 ist ein besonderer, es ist Schaltjahr! Er hat 29 Tage. Damit ist er trotzdem immer noch der kürzeste Monat.

Englishman in New York….

„I´m an alien, I´m a legal alien..“ sang Sting in seinem oben genannten Song, und bisher habe ich den Sinn zwar erfaßt, aber selten die Möglichkeit gehabt so etwas am eigenen Leib zu erleben. Bis zum letzten Wochenende. Ich war auf einem Ball, um genauer zu sagen auf einem Faschingsball. Um ganz genau zu sein auf dem Krönungsball einer Faschingsgilde. Was hat mich dorthin verschlagen werdet ihr euch jetzt fragen? Nun nein, es war nicht meine ach so große Begeisterung für närrische Veranstaltungen jeder Art, es handelte sich vielmehr um unterstützende Maßnahmen. Und ich möchte auch noch mal betonen ich würde es jederzeit wieder tun. Auch wenn ich ein bekennender Faschingsmuffel bin.

Lange Rede kurzer Sinn, meine Frau und ich warfen uns in Abendgarderobe und besuchten diesen Ball. Ich habe in meinem Leben ja schon die ein oder andere förmliche Festivität erlebt, und glaube zu wissen, was da auf mich zu kommen würde. Wie ihr merken werdet, ich war einmal mehr naiv. Schon beim Einlaß hätte ich  stutzig werden sollen als uns mehr oder weniger freundliche Damen und Herren in blauen Samtumhängen den Weg wiesen. Zu allem Überfluß waren diese modisch entgleisten Umhänge auch noch mit einem schicken Motiv versehen. Auf den ersten Blick sah es aus als hätte man den Kopf von Till Eulenspiegel auf einem Pfahl aufgepflanzt. Ah dachte ich, wie makaber und witzig… .Das verspricht nett zu werden.  Auf den zweiten Blick entpuppte sich das ganz aber dann als „närrisches Zepter“ und hatte wenig mit Aufpflanzen zu tun sondern ist das Wahrzeichen dieses Vereins. Helau sag ich da nur. Der Saal war prunkvoll dekoriert. Der Willkommenstrunk schmeckte annehmbar, und wir hatten sehr gute Plätze, gleich an der Tanzfläche links. Ein ganz wichtiger Fakt, es gab Aperol-Spritz. Hurra, rein damit dachte ich so bei mir. Übrigens setzte sich die Verwendung des gepfählten Tills quasi als Coporate Identity konsequent den ganzen Abend weiter fort, sei es als Bühnenschmuck, oder Orden oder eben als Aufnäher auf so ziemlich jedem Kleidungsstück. Böse Zungen behaupten, Mitglieder des „Elferrates“ tragen es sogar auf gewissen Körperteilen tätowiert.

Ich habe eben bereits einen Fachausdruck fallen lassen, nein nicht CI, sondern Elferrat. Was das ist, ich habe keine Ahnung.. Mir als uneingeweihtem stellte sich das so dar, das dieser Rat aus 11 Menschen besteht, deren vordringlichste Aufgabe es ist Umhänge und Orden zu tragen, zu grinsen, und wie wild mechanisch ins Publikum zu winken. Obwohl Publikum der falsche Begriff ist wie ich im weiteren Verlauf lernen sollte, wir waren der Hofstaat. Sozusagen das Volk auf den billigen Plätzen. Das war ja eigentlich auch ganz logisch, wir trugen auch keine Umhänge.

Ich hatte mir einen solchen Ball irgendwie vorgestellt wie bei der schönen antiken Fernsehsendung aus meiner Jugendzeit: Mainz bleibt Mainz ..wie es singt und lacht. Da kann ich mich eigentlich auch nur noch an den Eulenspiegel so richtig erinnern, der hatte seinen Kopf aber auch auf den Schultern. Nunja, Büttenreden gab es keine, dafür gabs Ansprachen. Und davon eine ganze Menge. Was mir nicht bewußt war, so ein Verein hat ja auch Präsidenten. Erste, zweite und ich glaube auch verschiedene dritte. Und die hauptsächliche Aufgabe solcher Präsidenten ergibt sich aus der Nummer vor dem „Präsident“. Der 1. durfte die tollen Sachen machen, den Abend eröffnen, und Walzer tanzen mit ausgewählten Damen des Hofstaates. Ein weiteres Privileg war wohl, das er von der Umhangpflicht befreit war, dafür hatte er den Gepfählten gleich auf seinem schicken Gehrock. Der 2. hatte schon weniger glorreiche Aufgaben, er durfte gequält witzige Kommentare abgeben, mehr oder weniger attraktive Damen umarmen und bündelweise Blumen überreichen. Die 3. durften maximal ein paar Orden zureichen die die Prinzenpaare verteilen konnten.

Organisiert war das ganze wie am Hofe Ludwigs XIV. Ein strenges Hofzeremoniell beherrschte die Szenerie. Alles war minutiös durchdacht. Hofmarschälle führten gekonnt durch die Vorstellung der einzelnen Garden (Leider sind mir die Auflistungen der vielen Namen entfallen) und der Prinzenpaare. Stets in gekonntem Befehlston und mit eiserner Faust. Dem alten Louis hätte das sicher zugesagt. Auch die Bühne verbreitete durchaus einen Hauch von Versailles. Während der Zeremonien gab der 2. Präsident gerne oder vielleicht auch ungewollt den Hofnarren. Er war, soweit ich mich erinnere auch zuständig für die Übergabe der „Insignien der Macht“. Nun diese Übergabe funktionierte teilweise nur suboptimal, mal waren die närrischen Kronjuwelen schlichtweg verschollen, mal glänzten diese durch die Tücke des Objekts. Es paßte auf alle Fälle zum Gesamtbild. Tief in meine Erinnerung hat sich der „Gardemarsch“ gegraben. Das, liebe Mit-Unwissende ist die Melodie zu der mal mehr mal weniger schlanke junge Damen paarweise im gekonnten Halbstechschritt über die große Tanzfläche liefen und den ein oder anderen Ehrengast auf die Bühne geleiteten. In den Gesichtern der einzelnen Ehrengäste war des häufigeren abzulesen, die dächten sie wären auf dem Weg zum Schafott. (Klar, so ein Tillkopf hält ja auch nicht die ganze Faschingssaison). Aber anstatt öffentlicher Enthauptung gabs bereits erwähnte Orden. Und davon reichlich. Jeder Ehrengast bekam natürlich einen, stets für das ein oder andere Engagement im Vorfeld des bunten Treibens, sei es für die Damen Schneiderlein, oder Tanzlehrer, für die Herren von der Presse und sogar für den Bürgermeister. Der bedankte sich auch gleich mit einer Rede, die nur Eingeweihte verstanden. Mir erschloß sich der Sinn nicht so ganz. Im Gedächtnis blieb mir allerdings: „Man könne ihn jederzeit anrufen“ Das nenne ich vorbildliche Bürgernähe, Herr Meister! „0800-Call-a-bayrischen-Bürgermeister.com“

Apropos Denglisch, das wurde bei diesem fast volkstümlich anmutenden Abend beinahe komplett ausgelassen. Nur der Herr Präsident mit der Startnummer 1 schoß für mich den persönlichen Denglisch Vogel 2012 ab. Und dabei ist es erst Anfang Januar. Der gute Mann hielt eine mitreissende Rede (zumindest nach dem dritten Aperol klang sie so) über den Führungswechsel in der Prinzengarde. Soweit ich es verstanden habe, wurde der Gardemajor (weiblich) durch einen neuen Gardemajor (auch weiblich) ersetzt. Der Herr Präsident titulierte die junge Dame mit „Gardemäytscher“, wahrscheinlich in Anlehnung an „Major Tom“ Der Herr Präsi wirkte wie „a Bavarian in New York“. Naja, wo die Amerikaner ihre Cheerleader haben, haben wir halt unsere Faschingsgarde. Nur echt mit buntem Dreispitz.

Bei der Wachablöse der lustigen Gardemädels wurde übrigens auch eine Kordel an den neuen Gardemäytscher überreicht. Ich hoffe nicht das diese dafür gedacht ist sich selbst oder nicht parierende Gardinen (Sagt man das so?) an besagter Kordel aufzuknüpfen. Das wäre absolut ein Bruch der CI.

Musik wurde auch gemacht, von einer fetzigen Band mit lustigem englischen Namen, der irgendwas mit den Rolling Stones zu tun hatte. Ich glaube es war Jumpin Jake Flash oder so.  Die legten mal richtig los, als hätten sie später noch einen Auftritt bei DSDS. Zumindest für den Gesang hätte ihnen der Kollege Bohlen wohl einen gar illustren verbalen Einlauf verpaßt. Das Repertoire der Band war umfassend, von 80er Jahre Bayern-Schmuse-Rock ala *hier Münchner U-Bahnstation einsetzen* bis zu althergebrachten Schlagern, zurück zu Hippie Hymnen aus den 60ern. Speziell bei den letzteren fiel mir auf, dazu wurde ja zu besagter Zeit in Kaftan oder nackt, und versetzt mit nem Haufen Pott ausserkörperliche Erfahrungen gemacht. Heutzutage wird dazu Disco-Fox getanzt. Naja, die 68er habens weit gebracht. Gratuliere. Bei den Tanzpaaren gab es wie fast überall auf solchen Festivitäten zwei Kategorien zu bestaunen. Zum ersten, die „auf der Stelle Tanzer“. Diese Spezies versucht innerhalb eines Radius von der Größe eines Untertellers, alle Schritte zur Schau zu stellen die sie irgendwann einmal gelernt haben. Zum zweiten gibt es da die „Komplette Raum Ausnutzer“. Das sind die Tänzer die am besten mit Fernlicht und Blinkanlage ausgestattet eben die komplette Tanzfläche nutzen wie eine Autobahn, inklusive Rechts überholen.

Zum Abschluss des Abends zogen wir uns noch in den obligatorischen Barbereich zurück um die Veranstaltung würdig ausklingen zu lassen. Ich für meinen Teil fuhr nach Hause mit dem Wissen eine Menge neues gelernt zu haben.

Oh du fröhliche ..Welpenzeit.

Okay Weihnachten ist vorbei, und wer jetzt meint wir haben uns aktuell einen zweiten Hund angeschafft, den muss ich enttäuschen… noch nicht! Nein es ist vielmehr so das sich dieses Ereignis des „Hurra der Welpe kommt“ gerade in unserem Freundeskreis zugetragen hat, oder eher gesagt zuträgt. Und das erinnert mich doch stark an diese Zeit, vor knapp eineinhalb Jahren die mir eigentlich nur noch recht verschwommen im Gedächtnis ist. Verschwommen aufgrund von emotionaler Achterbahn und vor allem wegen permanentem Schlafentzug. Was heutzutage von jedem guten Geheimdienst als Folterinstrument eingesetzt wird, das tut man sich bei der Anschaffung eines Welpen freiwillig an. Ich persönlich glaubte mich perfekt vorbereitet zu haben, die Grundausstattung war gekauft, die Bücher gelesen und die Fernsehsendungen des Herrn Rütter aufmerksam verfolgt. Der Plan war gemacht und musste nur noch in die Tat umgesetzt werden. Aber als es dann soweit war, zählt das alles nicht mehr. Es ist die Stunde 0, quasi die Währungsreform deines Alltags. Denn alles was du gelesen hast, was du glaubst schon zu wissen löst sich in Luft auf. Der Welpe, vor allem der Labrador Welpe entspricht nicht mal im Ansatz der Rassebeschreibung. Darüber habe ich ja schon das ein oder andere Mal berichtet.

Das Vorbereiten der Abholung gleicht einer Projektarbeit im größeren Stil, da werden Listen abgearbeitet uns sich schon strategisch überlegt, wie man den Hund und die restlichen Hausbewohner (auch vierbeinig) am klügsten einander vorstellt. Niemand hat uns erzählt das ein solch kleiner Welpe bei der Fahrt ins neue Heim soviel Krawall machen kann, da halfen auch keine Bestechungsleckerlis oder etwa die extra eingelegte ruhige keltische Volksmusik. Welpe kläffte während der ersten 100 km  wie ein hysterischer junger Affe, bis er dann langsam vor Erschöpfung einschlief. Zuhause angekommen, gestaltete sich der Willkommensgruß in Richtung der anderen Hausbewohner ganz anders, als von uns vorhergesehen. Seine zukünftigen Mitbewohner aus Burma waren ihm erst mal egal. Herr Hund machte sofort klar welchen Beruf er ergreifen möchte, Landschaftsgärtner. Er vermittelte das mit einem beherzten abreissen eines Astes (eines nicht wirklich kleinen) von einem unserer Sträucher.

Labradorwelpen bedeuten Chaos für deinen Haushalt. Soviel ist schon mal klar. Und zwar in einem Ausmaß das sich der Junghundebesitzer nicht im Ansatz vorstellen kann. Los gehts mit dem Thema „Stubenrein“. Klar kann man nicht erwarten das der Wauzi bereits mit einem Kniggeleitfaden ausgestattet ist, aber Hundehaufen in der Wohnung sorgen schon mal für kurzes Gefluche. Und so bringst du den Hund konsequent alle zwei bis drei Stunden nach draussen, und veranstaltest ein Fest epischen Außmasses wenn er dann an angewiesener Stelle seinen nicht ganz so kleinen Geschäften nachgeht. Das sorgt vor allem in der Nachbarschaft für Belustigung, wenn du morgens um Vier in Unterwäsche quietschend im Garten stehst und deinen Welpen beglückwünscht, das er der Natur an der richtigen Stelle nachgegeben hat. Solche Momente vergißt man nicht, vor allem dann nicht wenns in Strömen regnet. Interessant ist durchaus auch der Umstand das die Geschäfte des Hundes nicht im Geringsten zu den Dimensionen des Tieres passen. Im Gegenteil. Geschäft des Welpen ist umgekehrt proportional zur Körpergröße des Tieres. Natürlich macht das nachdenklich. Aber in welchem Welpenbuch steht schon geschrieben: Welpen-Trockenfutter quillt im Magen des Tieres auf und verursacht monströse Ausscheidungen. Auch gerne mal in der Konsistenz cremig bis wässrig.  Nein, von sowas wird abgesehen. Da packen wir lieber noch zwei Fotos von niedlichen spielenden Welpen hinein, in das teure Buch. Auch eine Abbildung eines Welpen mit „Trockenfutter-Kugelbauch“ sparen sich die Verlage meist. Ist ja auch nicht so putzig wenn der kleine Kerl aussieht als hätte er einen Medizinball verschluckt. Obwohl das bei der Verfressenheit des Labradors durchaus im Bereich des möglichen liegt.

Ist so ein Welpe erst mal da, macht er natürlich auch viel Freude, und überhaupt keinen Unterschied zwischen „mein und dein“ Wie auch, das ist etwas das er erst mal lernen muss. Ein Umstand den du als Welpenbesitzer konsequent vermitteln darfst. Der erste Schritt hierzu ist der: Bring alles in Sicherheit was dir lieb und teuer ist! Denn alles was du häufig benutzt wird auch für den Hund interessant sein. Das hat er schnell raus, denn wie Gundel immer zu sagen pflegt, der hat nix besseres zu tun als dich permanent zu beobachten und deine Schwächen herauszufinden. Und so langsam, ganz langsam werden dem Tier Grenzen vermittelt. „Du darfst nicht auf die Couch, okay du darfst Sonntags auf die Couch.. Okay hopp. Hey geh runter von der Couch ich will da liegen. Mach ein wenig Platz, ich hätte auch gern ein Eckchen Wir kaufen ne zweite Couch“ Das ist eine klassische Argumentationskette in der Hundeerziehung. Natürlich nur wenn man nicht aufpaßt. Wer aufpaßt kauft gleich in der Vorbereitungsphase eine zweite Couch.

Natürlich kommt auch der Moment, in dem man das neue Halsband und oder Geschirr ausprobieren will, und so gehts los, zusammen mit dem Welpen das nähere Umfeld erlaufen. Weit darf es ja nach den Büchern noch nicht sein, die Knochen des kleinen sollen ja noch geschont werden. Also maximal eine Viertelstunde. Zu blöd das man diese Zeit schon damit verbringt den Welpen aus dem Garten zu locken. Denn ein kleiner Hund hat meist überhaupt keinen Bock seine Höhle zu verlassen. Wer weiß was da draussen alles lauert. Da legt der kluge Köter sich lieber erstmal hin und verweigert die Mitarbeit. Könnte ja sein das da draussen ein Mönchsgeier wartet der mich greift. Außerdem ist das Ding mit der Leine doch echt blöd. Hat man es dann mal geschafft, ist die Freude groß und Man(n) flaniert mit seinem Welpen. Und so kam es das wir bei einem Weg durchs Feld, die erste Begegnung mit einem anderen Hund hatten. Dem Terrier Jonny. Der war erzogen nach der Fichtelmayer Methode… nun gut erzogen ist was anderes. Das kann man allerdings nicht dem Herrn Fichtelmayer oder seiner Methode anlasten. Jonny war eben ein rotziger Köter, der nichts besseres zu tun hatte als unseren Welpen als Trampolin zu benutzen. Nachdem wir Herrn Jonny vertrieben hatten schaute Klein Wautzi wie nach einer ausserhöllischen Begegnung der dritten Art. Wir hofften das dieser erste Spaziergang keine tieferen psychologischen Schäden hinterlassen hat.

Apropos psychologische Schäden, recht schnell kam auch der Tag des ersten Hundeschulbesuchs. Die Welpenspielstunde. Hier lernte unser Labbi dann auch seine Ausbilderin kennen, Gundel. Die, nicht auf den Mund gefallen verpaßte ihm sofort seinen Kampfnamen „Wackeldackel“. Siehe den Absatz über den Kugelbauch. Ja klasse, ich wollte einen Jagdhund und hatte also einen Accessoire für die Hutablage… danke Gundel! Sitz Platz usw. wurde in den ersten Stunden natürlich auch geübt. Aber der Ausspruch „Sitz Wackeldackel“ wollte mir nie über die Lippen. Wichtig und immer wieder betont wurde von unserem freundlichen Feldwebel der Hundeausbildung auch immer wieder das Ding, das beim Anblick eines ach so süßen Welpen häufig nicht eingehalten wird. Das Ding mit dem Namen Konsequenz! Denn merke.. Was Hundchen nicht lernt, wird Hund nur schwer verstehen.

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, das Welpenzeit permanenter Schlafentzug bedeutet? Ja ich glaube schon, aber egal ich sags lieber noch einmal. Das ist wichtig! Denn wenn Hundi dann mal stubenrein ist, geht er übergangslos in die Zeit des Zahnwechsels über. Hier kommen dann nochmal spannende Tage und Nächte auf den stolzen Hundebesitzer zu. Fiepen maulen jammern. In allen Tonlagen und Oktavenübergreifend. Hier wird einem dann irgendwann bewußt wie sinnvoll ein Stück gekühlte Gurke ist. Das erinnert mich an einen Fernsehspott… Brille: Fielmann. In dem Fall heißt es dann Zahnwechsel: Gurke! Und so geht die Zeit im Flug vorbei, du bekommst es gar nicht mit und fühlst dich wie schon oben beschrieben auf meist unangenehme Art und Weise benebelt. Und dann ist sie vorbei die Welpenzeit. In deiner Naivität glaubst du, das schlimmste überstanden zu haben. Und dann kommt die erste Hundepupertät….

Gewidmet all denen die gerade unter Welpen-Schlafentzug im allgemeinen und Labradorwelpen-Schlafentzug im speziellen leiden!

Werter Dezember 2011,

jetzt ist es soweit mit dir, oh Dezember schließt das Jahr ab. Ich werde jetzt auch nicht anfangen einen der 10.000 Jahresrückblicke zu gestalten, nein das wird dir als Monat nicht gerecht. Als Dezember trifft dich ja eh schon das harte Los alle Erwartungen des neuen Jahres mit dir zu tragen. Du bist traditionell der Monat der Wintersonnwende, ja jetzt gehts Tagemässig wieder bergauf. In früheren Zeiten nannte man dich auch unter anderem Julmond. Der Sinn darin erschließt sich mir zwar nicht ganz, aber das soll hier auch nicht Thema sein.

Als Monat wirst du mir persönlich wohl irgendwie als der Tritte-Monat im Gedächtnis bleiben. Es gab eine Unmenge an Auftritten, Abtritten, Rücktritten und nicht zu guter Letzt Kung-Fu Tritten, vor allem in Fußballstadien.

Fußball ein gutes Thema zum Beginn, in Kiew wurden die Vorrundengruppen der EM ausgelost. Unser Team trifft auf Holland Dänemark und..Ronaldo. Hätte sowas vor einigen Jahren noch Entsetzen ausgelöst wurde beim DFB und in den Medien frohlockt und Hosianna gesungen. Das verwunderte mich ein wenig. Laut dem großen deutschen Printmedium mit 4 Buchstaben sind wir ja quasi schon Europameister. Der Weg wurde uns auch schon vorgezeichnet, im Finale trifft man zum Showdown auf Spanien. Das klingt alles ein wenig nach „mal eben hinfahren und den Titel abholen“ ich bin da irgendwie noch etwas vorsichtiger. Positiv ist, Bayern ist Herbstmeister und Schweini kommt im Januar gesund zurück. Tritte gabs wie ja schon gesagt im Fußball diesen Monat reichlich. Kung-Fu Tritte z.B. Im Dortmunder Strafraum. Der Herr Kehl weiß jetzt wie das ist gegen zwei Klitschkos zu boxen. Ein Schalker tritt anderen unangenehm auf die Füße, und ein holländischer Hooligan wird von einem Torwart durchs Stadion getreten. Letzteres machte meiner Meinung nach absolut Sinn. Auch andere Tritte gabs im Fußball diesen Monat. Herr Babbel zum Beispiel wurde von der Hertha sanft zurückgetreten, und Herr Zwanziger möchte auch zurücktreten. Der Herr Niersbach soll künftig richten. Naja als DFB Präsident den schon sicheren EM Titel entgegennehmen ist durchaus eine Aufgabe die er bewältigen wird. Das Internet sorgte auch für einen Abtritt, die Fans vom SC Freiburg haben im Netz so laut gegen den Trainer gestänkert das der kurz nach Weihnachten auch abgetreten wurde.. Oh du fröhliche…  Die hierzulande wenig beachtete Club WM in Japan endete übrigens, welch Überraschung mit einem Sieg des FC Barcelona. Ja dieses Barcelona, gegen das Bayer 04 im Achtelfinale der Champions League antreten darf. Sicher eine recht bittere Pille für Bayer 04. Einen anderen FCB hat unser Münchner FCB zu Gast, den FC Basel. Das klingt doch erst mal nach lösbar.

George Orwell schrieb 1945 in Animal Farm den berühmten Ausspruch „alle Tiere sind gleich, nur manche Tiere sind eben gleicher als andere“, nun das war im Grunde in Bezug auf die Oktoberrevolution in Russland gedacht, aber es lässt sich auch leicht auf Europa zu unserer Zeit übertragen. Ironischerweise sind die Briten die etwas gleicheren Tiere. Orwell war ja schon immer gut im orakeln. Während einer der vielen Euro Rettungsgipfeln hatte dann auch der Herr Cameron, wohnhaft in London, Downing Street 10 seinen großen Auftritt. Tja er wollte doch nur die Interessen des Finanzstandortes London schützen. Ist auch okay Herr Cameron, behalten sie doch bitte ihr Pfund, den Linksverkehr, schlechtes Essen, Männer mit Melonen, Tee mit Milch, Meilen und schales Bier. Das alles macht ihr Land so einzigartig verschroben und liebenswert wie die Kronjuwelen. Aber bitte tun sie uns restlichen Europäern einen Gefallen, wenn sie schon nicht mit spielen wollen, dann mischen sie sich doch bitte auch nicht ein. Das ist ungefähr so, als wenn ich als Fußballhasser im Stadion sitze und mich über das Regelwerk beschwere. Politisch gesehen hatte dann auch unser Herr Bundespräsident einen Auftritt, fand ich sehr interessant, weil ich seit seiner Wahl eigentlich nichts bedeutendes von ihm gesehen habe, ausser seinem Wunsch an den Papst für die „Wiederheirater“. Ich erwartete eigentlich das er sich nach seinem Auftritt in sein jetzt finanziertes Reihenhäuschen zurück zieht, aber denkste. Er hält Weihnachtsansprachen, und spricht offen über seine private finanzielle Situation. Allerdings nicht in besagter Ansprache. Im Ausblenden der Wirklichkeit sind viele Politiker in diesem unseren Land ja Weltmeister. Und nicht nur hier, in Russland betreiben sie das ja in Perfektion. Sangen die Toten Hosen früher noch „Disco in Moskau“ heißt es jetzt „Randale in Moskau, nur weil die Parlamentswahlen ein wenig frisiert wurden. Eigentlich müssten das die Herrschaften doch noch kennen, bei 98% für die KPdSU hat sich früher doch auch keiner aufgeregt. Selbst der Gorbi rät dem Herrn Putin abzutreten. Macht der das.. Ich denke nicht! „Disco in Moskau“ ist damit mein Song des Monats Dezember.

Recht unbeachtet von der Öffentlichkeit begann man in Berlin die Deutschlandhalle abzureissen. Ein historischer Bau, der über Jahrzehnte Großveranstaltungen beherbergte. Das Teil stand übrigens unter Denkmalschutz. Den Umstand find ich sehr überraschend, weil Bürger XY im Rahmen eines Umbaus zum Beispiel kein altes Gemäuer abreissen darf das diesen Schutz genießt. Die Halle wird trotzdem platt gemacht.

Apropos Denkmalschutz… der Gottschalk ist auch zurückgetreten, er hat sein letztes Wetten Dass… abgeliefert. Interessant finde ich das wetten darauf wer den Nachfolgeschalk geben wird. Alle die bisher gefragt wurden sind von dieser Chance zurückgetreten. Sogar ein gewisser Herr Silbereisen, der wurde aber noch nicht mal gefragt. Leute die immer was zu sagen haben ohne gefragt zu werden gibt es ja viele, zum Beispiel auch den berühmten Talkshowwanderprediger Richard David Precht, ein sehr sympathischer Philosoph der neulich (ich weiß nicht mehr in welcher Talkshow im öffentlich rechtlichen das war) ein soziales Jahr für Rentner gefordert hat. Find ich ne Spitzenidee Her Precht. Ersten fragte ich mich ob der gute Mann in seinem Leben je selber mal im klassischen Sinne gearbeitet hat, und zum zweiten freue ich mich darauf den ersten 67 jährigen zu sehen, der Essen auf Rädern ausfährt, oder einen bettlägerigen 90 jährigen pflegt. Bleiben wir doch gleich beim Fernsehen, bald geht ja wieder die Spitze der Fernsehunterhaltung los.. Ja das Dschungelcamp. Schritt für Schritt wurde enthüllt wer sich dieses mal für Geld demütigen lassen möchte. Illustre Zeitgenossen wie der Herr Lopez, die Frau Leiß, Martin Kesici, eine Nackt DJane, Momo sowie Red Sonja. Und ach ja, Jazzy von Tic Tac Toe.. Sorry Dschungelcamp.. Ich find dich scheiße.. Was damit auch gleich Song des Monats Nummer 2 ist. Abgetreten ist auch der Jopi Heesters, völlig unerwartet im zarten Alter von 108 Jahren.

Kommen wir zu den wirklich wichtigen Dingen des Monats, in Saudi Arabien einem netten fortschrittlichen Wüstenstaat im mittleren Osten wurde eine Frau wegen Hexerei hingerichtet. Tja liebe Mädels, das ist und bleibt nunmal ein Kapitalverbrechen! Da kann man nix machen. Ehrlich! Die arme Frau wurde übrigens, nicht wie hierzulande früher mal praktiziert verbrannt sondern enthauptet. Und ja wenn ihr auf den Kalender schaut wir leben im 21. Jahrhundert. Das wenn es nach einigen Weltuntergangspropheten geht ja auch absolut unser letztes Jahrhundert ist. Das sagt angeblich der Kalender der Mayas. Und um das zu zu manifestieren wurde in Mexico eine riesige Uhr aufgestellt die den Countdown zum Weltuntergang am 21. Dezember 2012 runterzählt. Die Zocker unter uns können ja schonmal ausloten ob es sich lohnt nächstes Jahr noch Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Obwohl, wenns knallt ist das auch schon egal. Ich persönlich wünsche mir nächstes Jahr zu Weihnachten ein T-Shirt auf dem steht „Maya Wahnsinn – Ich habe überlebt!“

Weihnachten.. Ja Weihnachten war auch. Darüber laß ich mich nicht weiter aus. Nur der Shoppingwahn war wieder deutlich wahrzunehmen, wenn man sich traute die Innenstädte zu betreten. Wahn ist auch ein gutes Stichwort für den nächsten Abtritt. Kim Jong Il ist gestorben, der freundliche Diktator hinterläßt ein Land in Hunger und Armut seinem Sohn der seine Nachfolge antritt. Der schwer gewichtige Jüngling hat auch gleich nix besseres zu tun als irgendwelche Raketen zu testen. Gratuliere.

Waffen sind auch immer wieder ein interessantes Thema, vor allem die die es schaffen gleich eine riesige Anzahl Menschen über den Jordan zu schicken. Ein Holländer kam auf die Idee einen Supervirus zu züchten der mal eben ratzfatz ein richtig schönes großflächiges Massaker anrichten kann. Gratuliere auch zu dieser Entscheidung. Wenn sich Gouda, wässrige Tomaten und Tulpen nicht mehr verkaufen lassen, haben unser orangen Nachbarn ja jetzt eine neue Einnahmequelle. Die Einnahmequellen für eine Firma in Schweden sind leider versiegt. Saab ist abgetreten und hat Konkurs angemeldet. Lebt wohl ihr schönen hässlichen Autos.

Kommen wir doch mal zu was positivem, meinem Helden des Monats. Fenton. Wer ist Fenton? Fenton ist.. Oh welch Wunder ein Labrador Retriever. Warum ausgerechnet dieser Labrador mein Held ist könnt ihr hier sehen: http://www.youtube.com/watch?v=3GRSbr0EYYU

Noch Fragen?

Zum Abschluß noch meine Zahl des Monats: 775

Soviele Samoaner haben dieses Jahr nämlich keinen Geburtstag. Warum? Nun der Inselstaat Samoa läßt den 30 Dezember einfach mal „ausfallen“ Das ganze hat auch wirklich einen Sinn, damit wechseln sie von der östlichen auf die westliche Datumsgrenze, und erhoffen sich so verbesserte, weil zeitlich synchrone Geschäftsbeziehungen zu Staaten wie Neuseeland oder Australien. Die 775 haben ja durchaus Glück das sie nicht am 29 Februar geboren sind. Trotzdem von hier aus 775 x Happy Birthday nach Samoa.

Das wars jetzt mit dir Dezember, du warst ein ereignisreicher Monat. Ich schließe das Jahr 2011 und mache mich mit dem Januar 2012 in das vielleicht letzte Jahr der menschlichen Existenz auf, und wenn das nicht so ist, erhalte ich hoffentlich ein cooles T-Shirt zu Weihnachten 2012.

Die Fokusverschiebung

Seit August 2010 hat sich mein tägliches Leben gewaltig verändert. Ich hatte mir eigentlich geschworen, wenn der Hund in Haus kommt, bleibt soweit alles beim alten. Wie ihr merkt.. Ich war sehr sehr naiv! In meiner Vorstellung war es so, das neben Gassi gehen, Hundeplatz und co. eigentlich meine restliche Zeitplanung gleich bleibt!

Denkste… kann ich mit über einem Jahr Abstand getrost sagen. Das Leben an sich, und mit Hund hat eine andere Qualität bekommen. Dinge die ich früher für wichtig erachtet habe, sind mittlerweile Nebensache. Und andere Dinge, die ich mir in meinen wildesten Träumen nicht vorstellen konnte sind jetzt Realität.

Ihr glaubt ich übertreibe (mal wieder)? Ihr wollt Beweise? Bitte sehr:

1. Labradore verlieren Haare wie ein Jungmarine beim Eintritt ins Corps.

Bei unseren Katzen hat mich das wahnsinnig gemacht, das die überall rumflogen, beim Hund ist mir das gelinde gesagt egal!

2. Dreckige Klamotten werden öfter nochmal angezogen.

Ich hab auch kein Problem extra zum Gassigehen und für den Hundeplatz eine Woche lang eine Hose zu „reservieren“ und Sonntags damit zum Bäcker zu laufen.

3. Restaurants besuche ich nur noch wenn Hunde erlaubt sind.

Früher hätte ich diese nach Kritiken in verschiedenen Medien ausgewählt.

4. Samstag morgens quäle ich mich aus dem Bett, um den Hundeplatz aufzusuchen (ja in der schmutzigen Gassihose)

Wo sind nur die Wochenenden hin an denen man Samstag morgens seine Feierlaune vom Abend davor ausgeschlafen hat?

5. Der Fressnapf hat den Mediamarkt als Primärshoppingziel ersetzt.

Hey, wenn die beim MM auch anfangen Leinen und Hundeleckerlies zu verkaufen dann komm ich wieder..ehrlich, ich bin doch nicht blöd!

6. Autos werden nicht mehr nach PS und Hubraum bewertet.

Sondern nach dem Platz für Hunde im Kofferraum.. Und ob sie ein Fangnetz haben.

7. Wenns schneit und/oder regnet setz ich eine Mütze auf.

Mir ist es mittlerweile absolut egal ob die Frisur flöten geht.

8. Ich überlege ob ich an meiner alten Triumph einen Beiwagen anbringe.

Nein nicht für meine Frau..für den Hund!

9. Der Kontakt zu Leuten die keine Hunde haben oder mögen wird weniger.

Was soll ich denen auch erzählen, außerdem verstehen sie die Sprache der Hundemenschen sowieso nicht.

10. Es werden nur noch Leute nach Hause eingeladen, die kein Problem damit haben das unser Hund sie vor Freude anspringt.

Wer genau kann eigentlich einem sabbernden springenden Labbi widerstehen?

11. Im Haus wurden hundefreundliche Baumaßnahmen vorgenommen.

Glaubt mir, ich mach das Babygitter zum ersten Stock auch immer zu.

12. Klamotten werden nicht mehr nach Coolness-Faktor ausgesucht.

Sondern nur noch danach ob sie strapazierfähig sind und/oder ein gar lustiges Labbimotiv drauf ist.

13. Die Fernsehprogramme meiner Wahl haben sich geändert.

Waren es früher Sportschau, Dokumentationen oder Sitcoms, sind es heute Hund Katze Maus, der Hundeprofi und ..der Hundeflüsterer, jawohl.

14. Ein gemütlicher Sonntag hieß früher, im Bett oder auf der Couch rumlungern, Pizza, Kaffee und ein guter Film.

Heute ist ein gemütlicher Sonntag mit Labbi irgendwo gechillt apportieren gehen.

15. Gummistiefel sind plötzlich ein hoch angesehenes Kleidungsstück.

Waren sie früher auch, schon aber nur in schwarz und nicht in grün, und vor allem ausschließlich an Frauenbeinen!

16. War ich früher höchstens in einem Mac Forum aktiv, schaue ich heute mehrmals wöchentlich in einem Labbi-Forum vorbei.

Und bestaune die regen Diskussionen über unsere Hunderasse, das ist übrigens gar nicht so weit weg vom Apple-User.

17. Früher kannte ich von Leuten mit denen ich mich auf der Straße gesprochen hab zumindest den Vornamen.

Heute sind sie nur unter dem Namen Herrchen oder Frauchen von Hund XY bekannt.

18. Über den menschlichen Verdauungsapparat weiß ich eigentlich relativ wenig.

Aber ich habe so ziemlich jedes Foto von Hundehaufen im Netz begutachtet um heraus zu finden ob unser Labbi erkrankt ist (Wißt ihr wieviel abartige Hundehaufenbilder es im Netz gibt..das ist KRANK)

19. Falls ich früher überhaupt mal wußte was in unserer Umgebung so alles angesiedelt ist, dann waren das Pizzadienst, Bank und Tankstelle.

Heute weiß ich genau wo welcher Metzger frischen Pansen anbietet, und wie weit die relative Entfernung zum nächsten Tierarzt ist.

20. Obidience hätte ich früher für eine sehr britische Freizeitbeschäftigung für Gentlemen gehalten.

Heute weiß ich das es auch für den Hund sehr öde ist.

21. Wenn mein Hund „Pieps“ macht bring ich ihn zum Tierarzt

Wenn ich selber 41 Fieber hab werf ich ne Aspirin ein… wird schon werden.

22. Früher hab ich meine Kamera bei Reisen Ausflügen usw benutzt.

Heut ist sie ständig dabei und ich nerve alle Leute mit den 10.000 Fotos vom Hund. Vielleicht mach ich ja mal einen Diaabend.

23. In meinen Hosentaschen befinden sich ständig irgendwelche Leckerlis. Ja auch nach dem Waschen..

Früher waren da eigentlich nur Feuerzeuge drin… auch nach dem Waschen.

24. Vor dem Schicksalstag der Hundeanschaffung hatte ich genau eine Zecke in meinem Leben gesehen.

Mittlerweile bin ich ein Profi im Einsatz der Zeckenzange, und bestaune die unterschiedlichen Färbungen der Viecher.

25. Heute schreibe ich einen sehr nachdenklichen, fundiert recherchierten, und höchst ernsten Blog über das Leben mit einem Labbi.

Ja das hilft mir, um nicht komplett verrückt zu werden! ..oder?

Mädchenhund….

In letzter Zeit, ist mir häufiger aufgefallen, es gibt Hunderassen, die sehr stark von dem einen oder dem anderen Geschlecht bevorzugt werden. Ich bin nach einiger Überlegung auch darauf gekommen, das dies durchaus Sinn macht. Es gibt nun mal Hunde die passen zu Männern wie Louis Vuitton Handtäschchen, (nicht gerade kleidend im Sinne von „männlich“ ) und andere eben wie der Heinz Ketchup zum T-Bone Steak. Der Rest sind nunmal Mädchenhunde.

Das verhält sich im Leben neben dem Hund ja auch so, es gibt Mädchenautos, Mädchenfernsehen, Mädchenabende, und naja..Menstrip. Überall, bis auf den letzten Punkt..Männer unerwünscht. Und da auch nur in der Variante muskelbepackt aber hirnfrei. Sind schön (mehr oder weniger) anzuschauen und meist leicht zu bedienen.

Im Hundebereich werden da ganze Rassen, gleich mal über den selben Kamm geschoren. Glaubt ihr nicht, dann geht doch raus und beobachtet ein wenig. Es gibt sie noch, die klassischen Männerhunde. Wie schon der Herr Rütter aus Bonn so schön sagte. Groß muss er sein, und er braucht einen dicken Kopf, und wenn klein, dann zumindest mit Dickschädel und/oder aberwitzigem Verhalten. Das erklärt zumindest die verbleibende Population der Dackel (Kurz oder Rauhaar)

Es gibt natürlich einige Rassen, bei denen die Übergänge fließend sind, aber grundsätzlich kann schon eine relativ klare Grenze gezogen werden.

Männerhunde fallen ja meist schon durch ihre Statur und den Ruf der ihnen voraus eilt auf. Häufig tragen diese Rassen auch gerne Ketten- und/oder Stachelhalsbänder, und hören auf Namen wie Rex, Killer, Apollo, Herkules oder Machoman. Es fällt auf, das männliche Hundehalter auch Rüden bevorzugen, das ist von der Sache her auch klar, man sucht ja schließlich den besten Freund des Mannes, und nicht die Busenfreundin. Rüden sind schwerer zu erziehen wird im Volksmund so behauptet. Das stellt für den Mann eine Herausforderung dar, der er sich gerne stellt. Bist du zu schwach..wird er kastriert. Wichtig für einen Männerhund ist der Wehr- und Jagdtrieb. Das steht völlig im Einklang mit den männlichen Genen, und ruft von Anfang an schon einen gewissen Identifizierungsgrad hervor. Auch hier wieder das Plädoyer für den Rüden. Denn der Wunsch der Damenwelt nachzustellen, ist ja schließlich auch im Manne vorhanden. Meist allerdings begrenzt durch gesellschaftliche Normen. Der Hund, wenn unkastriert kann hier quasi als emotionale Stütze dienen. Aber was sind denn klassische Männerhunde? Nun der männlichste aller Männerhunde ist mit Sicherheit der Deutsche Schäferhund. Vorzugsweise ein Rüde mit dem Namen Rex. Wehrhaft und gehorsam steht er seinem Herren in jeder Situation bei und wartet nur darauf zu beweisen, das seine Zähne nicht nur zum Rinderknochen knacken geeignet sind. Ein solcher Hund muss auch entsprechend ausgebildet werden, in sogenannten Wehrsportgruppen..äh nein, Entschuldigung… Schäferhundvereinen. Mann und Schäferhund (Rüde, unkastriert) bilden als Team eine Art Trutzburg des Testosterons. Diese Kombination ist durch nix zu topen, obwohl es natürlich noch andere Männerhunde gibt, die dieser Paarung relativ nahe kommen. Da wäre des weiteren zu nennen, der Pitbull-Terrier. Bevorzugte Namen, „Schalke“ „Chantalle“ „Beißer“ und „Gibihm“. Männer die solche Hunde führen, lieben es zu befehlen und zuzuschauen wie sich andere für sie prügeln. Der Besitzer eines Pitbulls bedient häufig ein bestimmtes Klischee, inklusive zu enger Jeans und Vokuhila Haarschnittt. Reinrassige Pitbullterrier gibt es nach den öffentlichen Statistiken eher wenig, vor allem wenns um die Hundesteuer und Wesenstets geht, sind solche Hunde gerne mal als Boxer-Pudel-Dackelmischling geführt.  Weitere klassische Männerhunde sind der treue Rottweiler, der gehorsame Dobermann,der lustige Boxer, oder aber auch die zartgliedrige deutsche Dogge. Wichtig ist, ein Mann muss das Gefühl haben, er und sein bester Freund werden überall wo sie auftauchen bewundert und gefürchtet. Im unwahrscheinlichsten Falle gelingt ihm das mit zwei Königspudeln an einer rosa oder hellblauen Flexileine. Auch der Einsatz eines Kettenhalsbandes würde hier keinerlei effektsteigernde Wirkung besitzen. Apropos Accessoires,bei klassischen Männerhunden sind diese häufig aus derben Materialien, und nur für den Zweck bestimmt langlebig zu sein und einschüchternd zu wirken. Interessant ist auch der Unterschied der Farbwahl. Frage einen Mann nach der Farbe seines Hundes, und er wird meist antworten, dunkel oder schwarz, ..und so einen dicken Kopf.. bei einer Frau klingt das schon ein wenig anders, die könnte behaupten, meine Hündin ist weiß grau braun Tricolor gepaart mit einem Schuß Merle, passend zu meiner Handtasche dieser Saison. Gefolgt von einem glückseligen Kichern.

Womit wir bei den Mädchenhunden angelangt wären. Mädchenhunde sind anders als Männerhunde, das ist schon mal klar, niedlich müssen sie sein, und putzig, freundlich und gut zu führen, Frau will ja schließlich Dog-Dancing betreiben. Mädchenhunde sehen auch grundsätzlich sehr gut mit straßsteinbesetzten Halsbändern oder Geschirren aus, und tragen häufig modebewußte Hundeklamotten, vom schicken Strickpulli bis hin zum Oktoberfestdirndl inklusive Hut. Ein ganz  klassischer Mädchenhund ist der Australian-Sheppard. Ich als Mann, mit einem derben Retriever an meiner Seite (der hat einen richtig dicken Kopf), hatte vor einiger Zeit die Aufgabe für wenige Minuten einen solchen zu führen, das erste was mir auffiel, er war sehr fluffig. Und während sich mein schwerer Labrador mit allem Gewicht gegen mein Bein wirft, fühlt man diesen unaufdringlichen fluffigen Hund sogut wie gar nicht. Er wirkt leicht.. und unkompliziert. Das ist ähnlich wie bei kleinen schlanken Motorrädern die nur für Frauen konzipiert wurden, häufig von japanischen Herstellern. Die Namensgebung eines solchen Hundes ist sehr vielfältig, die Damenwelt ist hier durchaus kreativ. Wichtig ist nur ein Umstand, der Name des Tieres hat fast ausnahmslos auf Y zu enden. Einzige Ausnahme ist „Luna“.

Ich kann mich zumindest nicht erinnern, in letzter Zeit auf all meinen Hunderunden einen Mann mit einem Australian-Sheppard gesehen zu haben. Außer in Begleitung einer Frau, über deren Schulter sich farblich passend die Leine des Hundes geräkelt hat. Männerhunde sind ja auch vor allem von den Rassenbezeichnungen her klar strukturiert. Deutscher Schäferhund, Rottweiler Metzgerhund und Pitbull Terrier, da weiß man(n) was man hat, und die Namen sind klar und einleuchtend. Bei Mädchenhunden ist das meist ein wenig anders. Da gibt es z.B.den Lhasa Apsu, den Malteser, den Tibet Terrier, den Papillon oder den Havaneser. Hunde benannt nach fremden exotischen Ländern, Städten oder grundsätzlich nach Zungenbrechern jeder Art, verspielt und modisch. Das verhält sich analog zu Schuhen, Männerschuhe sind höchstens mal von Lloyds oder Adidas, Frauenschuhe tragen so beschauliche Namen wie Manolo Blahnik oder Jimmy Choo. Ein weiterer klassischer Mädchenhund der einem heutzutage in der Welt der Hundemenschen begegnet ist der Border Collie. Energiegeladene Arbeitspakete die in der Lage sind alles zu tun was das Frauenherz begehrt. Angefangen bei der rhythmischen Hundegymnastik bis hin zu streng reglementierten Gehorsamsübungen. Der Border Collie beherrscht alles. Noch dazu, seit dem Film „Schweinchen Babe“ ist dieser Hund nun mal allen Frauen ans Herz gewachsen. Boder Collie zu Mann verhält sich ähnlich wie Australian Sheppard zu Mann. Wenn zusammen gesehen, ist die Frau mit Leine nicht weit. Die Frage ist nur für wen ist die Leine.. Der Collie hört ja meist aufs Wort.

Ein Hund denn man heute nicht mehr häufig antrifft, den ich persönlich aber auch gerne in die Kategorie Mädchenhund stecken möchte ist der Spitz. Obwohl Mädchenhund hier nicht ganz zutrifft, ich erweitere noch um eine Kategorie, der Rentnerinenhund Warum ist der Spitz ein Rentnerinenhund? .. Na ganz einfach, wegen der Witwe Bolte. Für mich, der als Kind Wilhelm Busch gelesen hat, ist das eine ideale Kombination. Rentnerinenhunde haben meist alle eins gemeinsam, überfüttert und stark wampenlastig wackeln sie gemütlich ihren älteren Beschützerinnen hinterher. Geführt an viel zu großen Flexileinen die im suboptimalen Falle dafür sorgen das aus dem Hund ein Jojo wird. (Zitat Dr. Müller-Lüdenscheidt, Tierarzt aus Leidenschaft). Rentnerinenhunde sind im Normalfall auch recht ordentlich frech. Schnauzend und bellend wird hier jedes andere Tier vertreiben. Da der klassische Rentnerinenhund auch recht klein ist, wird die Schuld für die Attacke natürlich dem großen ungezogenen Köter zugeschoben. Labradore z.B. sind auch echt rauflustige Gesellen die sich gerne mal einen übergewichtigen Chihuahua für eine Runde Sparring aussuchen. Deshäufigeren werden arglose Kampf Labrador Besitzer von Rentnerinen mit Schirmen und Handtaschen verdroschen… aber das ist eine andere Geschichte, und soll ein ander mal erzählt werden.